Einfache Anfrage: Marktplatz neu denken
21. April 2026 – Die Frage nach einer attraktiveren Gestaltung des Marktplatzes beschäftigt Weinfelden seit Jahren.
«Die Frage nach einer attraktiveren Gestaltung des Marktplatzes beschäftigt Weinfelden seit Jahren. Der
«Ausschuss Marktplatz» der Marketingkommission hat Ende August 2025 eine Umfrage lanciert, um
Ideen zur Steigerung der Aufenthaltsqualität zu sammeln, insbesondere durch mobile und saisonale
Elemente. Parallel dazu startet im Januar 2026 die Projektgruppe « Begegnungszone Zentrum» ihre
Arbeit.
Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, ob die heutige Nutzung und Aufteilung des Marktplatzes
weiterhin sinnvoll ist. Aus Sicht der Unterzeichnerinnen bietet der westliche Teil – mit Blick auf das
Pestalozzi-Schulhaus samt Brunnen, das Stockerhaus, das ehemalige CS-Gebäude, den Rundbau an der
Ecke Schulstrasse/Pestalozzistrasse sowie die Rathausstrasse Richtung Süden – eine deutlich attraktivere
Kulisse für eine Begegnungszone als der östliche Teil vor dem Thurgauerhof und dessen
Nachbargebäuden. Die Attraktivität eines Aufenthaltsraums hängt nicht nur von der Möblierung, sondern
wesentlich auch von seiner räumlichen Wirkung und Atmosphäre ab.
Denkbar wäre daher, die bisherige Zonierung zu tauschen: Die Parkplätze könnten auf den östlichen Teil
verlegt und das Sonnensegel im westlichen Teil positioniert werden. So entstünde eine erweiterte,
belebte und allenfalls mit temporären gastronomischen Angeboten aufgewertete Begegnungszone, die
ideal mit der Rathausstrasse, der Pestalozzistrasse und dem Platz des Pestalozzi-Schulhauses verknüpft
werden könnte. Ein temporäres Fahrverbot, z. B. mittels absenkbarer Poller ausserhalb der üblichen
Geschäftsöffnungszeiten, könnte diese Nutzung zusätzlich fördern.
Die Verlegung der Parkplätze nach Osten würde zudem unter Einbezug des neuen Kiesplatzes eine
Zentralisierung der Parkplatzfelder und damit der Einfahrt über die Felsenstrasse ermöglichen, während
die Rathausstrasse gleichzeitig verkehrlich entlastet wird. Es wäre schliesslich garantiert, dass nach wie vor
zentral gelegene Parkplätze vorhanden sind.
Vor diesem Hintergrund bitten wir den Stadtrat um Beantwortung folgender Fragen:
1. Wie beurteilt der Stadtrat die vorgeschlagene Neuaufteilung des Marktplatzes und die Schaffung einer
erweiterten Begegnungszone auf dem westlichen Teil?
2. Wäre ein temporäres Fahrverbot auf der Rathausstrasse (ab Kreuzung Bankstrasse/Rathausstrasse
und/oder Pestalozzistrasse) aus verkehrstechnischer Sicht umsetzbar?
3. Wie viele Parkplätze könnten auf dem östlichen Teil des Marktplatzes (zwischen Thurgauerhof und der
engsten Stelle des Markplatzes) realisiert werden?
4. Mit welchen groben Kosten ist für die Verlegung des bestehenden Zeltes sowie für die Umlegung der
Parkierungsflächen zu rechnen?
